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Grundlagen – Methoden – Kritik
Louise Reader
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Das Handbuch bietet einen Überblick über gegenwärtige methodologische Paradigmen der philosophischen Medienreflexion. Für einen Begriff des Medialen, der spezifische Eigenschaften und Verwendungen des Wortes ‚Medium‘ kennzeichnet, ist grundsätzlich zwischen drei Ansätzen zu unterscheiden, die 1. ontologisch von der Frage nach wesentlichen Eigenschaften medialer Techniken ausgehen, 2. pragmatistisch den Mediengebrauch ins Zentrum stellen oder 3. dialektisch die Einheit von widersprüchlichen Bestimmungen des Medialen (und im Medialen) formulieren.
In der Phänomenologie werden Medien als Wahrnehmungsmedien verstanden. Die Hermeneutik konzeptualisiert mediale Interaktionsermöglichungen. Diese spielen auch in der Semiotik eine Rolle, dort geht es aber vor allem um Darstellungsleistungen. Dialektische Theorien legen den Schwerpunkt auf Handlungs- und Produktionsaspekte. Die analytische Medienphilosophie rekonstruiert Regeln medialer Interaktion und deren Versprachlichung. Transzendentale und konstruktivistische Theorien betonen die Transformation der Philosophie, moderne und postmoderne Theorien die Transformationen der Kommunikation. Technikorientierte Theorien stellen Formierungen durch mediale Produktivkräfte ins Zentrum. Handlungsorientierte Ansätze fragen nach Leistungen und Bewährungen von Medien. Im letzten Teil des Handbuchs werden ästhetische und ethische Anwendungsfelder der Medienphilosophie vorgestellt. Auch die Kritik des akademischen Projekts ‚Medienphilosophie‘ kommt zu Wort.
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Gerhard Schweppenhäuser ist Professor für Design-, Kommunikations- und Medientheorie an der Fakultät Gestaltung der Technischen Hochschule in Würzburg und Privatdozent für Philosophie an der Universität Kassel.
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